Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der NordSustain ESG Solutions GmbH
Stand: August 2026
1. Einführung und Annahme der Bedingungen
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge, Leistungen und sonstigen Rechtsbeziehungen zwischen der NordSustain ESG Solutions GmbH, NordSustain ESG, Wendenstraße 379, 20537 Hamburg, Deutschland, E-Mail: [email protected], Telefon: +49 40 28573964 (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“) im Zusammenhang mit den angebotenen ESG- und Compliance-Dienstleistungen.
Mit der Beauftragung, Annahme eines Angebots, Nutzung von Leistungen oder der Unterzeichnung eines Vertrags erkennt der Kunde diese AGB als verbindliche Grundlage an. Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, sofern der Anbieter ihrer Geltung nicht ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
Diese AGB gelten gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Sofern der Anbieter ausnahmsweise Leistungen gegenüber Verbrauchern erbringt, gelten die zwingenden verbraucherschützenden Vorschriften des deutschen Rechts ergänzend.
2. Leistungsumfang
Der Anbieter erbringt insbesondere folgende Leistungen im Bereich ESG, Lieferketten-Compliance und Nachhaltigkeitsmanagement:
- ESG-Rating-Analyse und Optimierung,
- Lieferketten-Compliance nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG),
- Risikobewertung von Lieferanten und Vorlieferanten,
- ESG-Datenmanagement und Berichtserstellung,
- Entwicklung von Nachhaltigkeitsrichtlinien und Verhaltenskodizes,
- Schulungen für Einkauf, Compliance und Management,
- Audit-Vorbereitung und Maßnahmenpläne.
Art und Umfang der jeweiligen Leistung ergeben sich aus dem individuellen Angebot, dem Vertrag, einer Leistungsbeschreibung oder einer sonstigen schriftlichen Vereinbarung. Der Anbieter schuldet grundsätzlich eine fachgerechte Dienstleistung, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, kein bestimmtes ESG-Rating und keine Garantie für die Anerkennung durch Dritte, Behörden, Plattformen oder Prüfinstanzen, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.
Der Anbieter ist berechtigt, sich zur Leistungserbringung qualifizierter Erfüllungsgehilfen und Subunternehmer zu bedienen, bleibt jedoch für die ordnungsgemäße Vertragserfüllung verantwortlich, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
3. Pflichten und Verantwortlichkeiten des Nutzers/Kunden
Der Kunde verpflichtet sich, alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Zugänge und Entscheidungen vollständig, richtig, rechtzeitig und in einer geeigneten Form zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören insbesondere:
- Unternehmens-, Prozess- und Lieferketteninformationen,
- verfügbare ESG-, Risiko- und Compliance-Daten,
- Kontaktdaten relevanter Ansprechpartner und Entscheidungsträger,
- bestehende Richtlinien, Verhaltenskodizes, Berichte und Auditunterlagen,
- Informationen zu wesentlichen Risiken, Vorfällen und Maßnahmen.
Der Kunde trägt die Verantwortung für die rechtliche, tatsächliche und fachliche Richtigkeit der übermittelten Inhalte. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, vom Kunden bereitgestellte Informationen unabhängig auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität zu überprüfen, es sei denn, dies ist ausdrücklich Vertragsbestandteil.
Der Kunde hat die Ergebnisse, Entwürfe und Empfehlungen des Anbieters eigenverantwortlich zu prüfen und deren Umsetzung gegebenenfalls mit internen oder externen Rechts-, Steuer-, Fach- oder Datenschutzberatern abzustimmen. Der Anbieter erbringt keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes, sofern nicht im Einzelfall eine zulässige und ausdrücklich vereinbarte Leistung vorliegt.
Der Kunde stellt sicher, dass sämtliche an den Anbieter übermittelten Daten und Inhalte rechtmäßig erhoben, verarbeitet und übermittelt werden und keine Rechte Dritter verletzen. Der Kunde wird den Anbieter unverzüglich informieren, wenn sich wesentliche Umstände ändern, die für die Leistungserbringung relevant sind.
4. Zahlungsbedingungen
Soweit nicht anders vereinbart, erfolgt die Vergütung nach dem im Angebot, Vertrag oder Leistungsauftrag ausgewiesenen Preis. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern diese anfällt.
Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Kalendertagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Projektleistungen kann der Anbieter angemessene Abschlagszahlungen, Vorauszahlungen oder Meilensteinzahlungen verlangen.
Der Kunde gerät spätestens mit Ablauf der Zahlungsfrist in Verzug. Im Verzugsfall ist der Anbieter berechtigt, die gesetzlichen Verzugszinsen nach den §§ 286, 288 BGB sowie angemessene Mahn- und Rechtsverfolgungskosten geltend zu machen. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
Ein Zurückbehaltungsrecht oder eine Aufrechnung durch den Kunden ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.
5. Stornierung und Erstattungsbedingungen
Sofern keine abweichende individuelle Vereinbarung getroffen wurde, gelten für Terminabsagen und Stornierungen folgende Regelungen:
- Bis 14 Kalendertage vor dem vereinbarten Leistungs- oder Schulungstermin: kostenfreie Stornierung.
- 13 bis 7 Kalendertage vor dem Termin: 50 % der vereinbarten Vergütung.
- Weniger als 7 Kalendertage vor dem Termin oder bei Nichterscheinen: 100 % der vereinbarten Vergütung.
Bereits erbrachte Leistungen, vorbereitende Analysen, Konzeptionsarbeiten, Datenauswertungen, Dokumentenerstellungen oder individuell angefertigte Unterlagen sind im Falle einer Kündigung oder Stornierung in jedem Fall angemessen zu vergüten. Gesetzliche Kündigungsrechte bleiben unberührt.
Erstattungen erfolgen nur, soweit der Anbieter Leistungen noch nicht erbracht hat und kein Ausschluss der Erstattung aufgrund individueller Anpassung, Projektfortschritt oder sonstiger berechtigter Gründe besteht. Ein Anspruch auf Rückerstattung besteht nicht für bereits nutzbare, individuell erstellte oder übermittelte Arbeitsergebnisse, soweit gesetzlich zulässig.
6. Haftungsbeschränkung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach den zwingenden Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesen Fällen ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
Eine Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Produktionsausfall, Rufschäden, Datenverluste, Unterbrechungen von Geschäftsprozessen oder sonstige Vermögensschäden ist bei einfacher Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
Der Anbieter haftet nicht für Entscheidungen, Maßnahmen oder Unterlassungen des Kunden, die auf den vom Anbieter bereitgestellten Analysen, Empfehlungen, Entwürfen oder Schulungsinhalten beruhen, sofern der Anbieter nicht ausdrücklich eine bestimmte Beschaffenheit oder einen konkreten Erfolg zugesichert hat.
Die Haftung für Datenverluste ist, soweit rechtlich zulässig, auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre.
7. Geistige Eigentumsrechte
Sämtliche Urheberrechte, Nutzungsrechte, Kennzeichenrechte, Datenbankrechte und sonstigen Schutzrechte an den vom Anbieter vor, während oder nach der Leistungserbringung entwickelten Konzepten, Methoden, Vorlagen, Arbeitspapieren, Berichten, Präsentationen, Schulungsunterlagen, Checklisten, Kodizes, Texten, Analysen und sonstigen Arbeitsergebnissen verbleiben grundsätzlich beim Anbieter, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
Mit vollständiger Zahlung erhält der Kunde an den für ihn individuell erstellten Arbeitsergebnissen ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für den vertraglich vereinbarten Zweck und das eigene Unternehmen. Eine Weitergabe an Dritte, Veröffentlichung, Bearbeitung, Vervielfältigung oder kommerzielle Verwertung außerhalb des vereinbarten Zwecks bedarf der vorherigen Zustimmung des Anbieters in Textform, soweit gesetzlich zulässig.
Vorbestehende Rechte des Kunden an überlassenen Unterlagen, Marken, Logos, Daten oder sonstigen Inhalten bleiben unberührt. Der Kunde sichert zu, dass durch die Überlassung von Materialien an den Anbieter keine Rechte Dritter verletzt werden.
8. Datenschutz und Vertraulichkeit
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden und seiner Ansprechpartner ausschließlich im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sowie den einschlägigen deutschen und europäischen Datenschutzvorschriften.
Details zur Verarbeitung personenbezogener Daten, zu Betroffenenrechten, Speicherdauer, Rechtsgrundlagen und gegebenenfalls eingesetzten Dienstleistern ergeben sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung des Anbieters. Soweit der Anbieter im Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO, sofern dies gesetzlich erforderlich ist.
Beide Parteien verpflichten sich, alle vertraulichen Informationen, Geschäftsgeheimnisse, ESG-Daten, Lieferanteninformationen, Risikoanalysen und sonstigen nicht öffentlichen Informationen streng vertraulich zu behandeln und nur zur Durchführung des Vertrags zu verwenden. Diese Verpflichtung gilt auch über das Ende der Vertragsbeziehung hinaus.
Von der Vertraulichkeit ausgenommen sind Informationen, die ohne Verstoß gegen Vertraulichkeitspflichten allgemein bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden oder aufgrund gesetzlicher Pflichten, behördlicher Anordnung oder gerichtlicher Entscheidung offengelegt werden müssen. Soweit rechtlich zulässig, wird die betroffene Partei vor einer solchen Offenlegung informiert.
9. Höhere Gewalt
Der Anbieter haftet nicht für die Nichterfüllung oder verzögerte Erfüllung seiner Verpflichtungen, soweit diese auf Ereignisse höherer Gewalt oder auf sonstige unvorhersehbare, außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegende Umstände zurückzuführen sind. Dazu zählen insbesondere Naturkatastrophen, Feuer, Pandemien, Epidemien, Krieg, Terrorakte, behördliche Maßnahmen, Stromausfälle, Störungen von Kommunikationsnetzen, Cyberangriffe, Streiks, Aussperrungen oder Liefer- und Ausfallrisiken bei Drittanbietern.
In einem solchen Fall verlängern sich Leistungsfristen angemessen. Dauert das Ereignis höherer Gewalt länger als 60 Kalendertage an, sind beide Parteien berechtigt, den betroffenen Vertragsteil aus wichtigem Grund außerordentlich zu kündigen, sofern eine Fortsetzung unzumutbar ist. Bereits erbrachte Leistungen bleiben vergütungspflichtig.
10. Änderungen der Bedingungen
Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern hierfür ein sachlicher Grund besteht, insbesondere bei Änderungen der Rechtslage, der höchstrichterlichen Rechtsprechung, der Marktbedingungen, der technischen Rahmenbedingungen oder des Leistungsangebots.
Änderungen werden dem Kunden rechtzeitig in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde der Änderung nicht innerhalb einer angemessenen Frist, die mindestens 14 Tage betragen soll, oder nutzt er die Leistungen nach Inkrafttreten der Änderungen weiter, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen, soweit dies rechtlich zulässig ist. Auf das Widerspruchsrecht wird in der Mitteilung besonders hingewiesen.
Individuelle Vertragsabreden haben stets Vorrang vor diesen AGB.
11. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG), soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Bestimmungen entgegenstehen.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag Hamburg. Der Anbieter ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.
Sofern der Kunde Verbraucher ist, gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen.
12. Kontaktinformationen
NordSustain ESG Solutions GmbH NordSustain ESG, Wendenstraße 379 20537 Hamburg Deutschland
E-Mail: [email protected]
Telefon: +49 40 28573964
13. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, undurchführbar oder nichtig sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen, undurchführbaren oder nichtigen Regelung tritt diejenige gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für etwaige Regelungslücken.
Die Vertragssprache ist Deutsch, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.